Aus der Amazon.de-Redaktion
Der Urvogel Archaeopteryx war für die Evolutionsforscher eine Sensation, stellt er doch den Beleg für den Übergang vom Reptil zum Vogel dar. Der Autor dieses Buches, Neil Shubin, hat 2006 einen Fund von vergleichbarer Bedeutung gemacht: Tiktaalik, das Bindeglied zwischen Fisch und Landlebewesen. Hier berichtet er ausführlich davon, wie Tiktaalik gefunden wurde – aber noch ausführlicher von den Konsequenzen dieses sensationellen Fundes, von den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die sich daraus gewinnen lassen, und davon, wie sie unser Selbstbild als Menschen erweitern und verändern.
Nach und nach entsteht ein erstaunliches Bild, das die Evolution so anschaulich macht, wie es selten zuvor gelungen ist: Auch wir Menschen stammen nicht einfach von Lebewesen ab, die vor uns existierten – wir können auch heute noch eine Menge in unserem Körperbau und in unserer DNA finden, was wir mit Haien, Fliegen oder auch Bakterien gemeinsam haben. Und manches Rätsel – zum Beispiel der augenscheinlich komplizierte Verlauf der Nerven in unserem Kopf – klärt sich auf wundersame Weise auf, wenn man einen Blick in die Vergangenheit wirft.
Zum Glück für alle an der Evolution Interessierten ist Shubin aber nicht nur ein erfolgreicher Wissenschaftler, er ist auch ein hervorragender Erzähler. Er schreibt mit Begeisterung und mit Humor und lässt dadurch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse der Paläontologie und der Genetik ebenso lebendig werden wie die faszinierende und mühsame „Knochenarbeit” eines Paläontologen. Wer dieses Buch liest, wird unweigerlich angesteckt von seiner Faszination für die Grundlagen unseres Menschseins und von der beglückenden Wirkung wissenschaftlicher Erkenntnis, die bei Shubin immer mitschwingt. Ein wunderbares, spannendes Buch voller Aha-Erlebnisse von einem, der mit Leib und Seele Wissenschaftler ist. -- Gabi Neumayer
Wenn Zwei das gleiche sagen... ![]()
dann ist das scheinbar noch lange nicht dasselbe.
Zuerst einmal: Natürlich ist Neil Shubin ein wichtiges und
unterhaltsames Buch gelungen und jeder populärwissenschaftliche
Autor der zudem sein Handwerk versteht, verdient dafür 5 Punkte.
Außerdem haben ja bekanntlich die United States of Neanderthal,
im Gegensatz zu "Old-Europe", sowieso Nachhilfeunterricht
in Evolutionstheorie dringend nötig.
Sicher ist die These durch den Fossilienfund von Shubin endlich bewiesen,
doch es ärgert mich ein wenig, dass es als neueste Erkenntnis behandelt wird.
So neu ist das ganze nämlich nicht, jedenfalls nicht für deutsche Leser.
Im Grunde will ich an dieser Stelle nur Gerechtigkeit walten lassen,
denn der von mir verehrte Hoimar von Ditfurth hat genau
dieses Thema in seinen Büchern "Im Anfang war der Wasserstoff" und
später in "Der Geist fiel nicht vom Himmel" bereits anfang der 1970er Jahre
ausführlich und fundiert behandelt.
Eben auch Shubin`s "neue" These, die v.Ditfurth schon damals an dem Beispiel
eines menschlichen Föten erklärt. Da die Natur nichts vergisst, sondern nur
etwas weiterentwickelt oder modelliert, macht der Fötus alle Stationen
der evolutionären Entwicklung noch einmal durch, -im Schnelldurchlauf sozusagen.
Er hat Kiemen, sieht zwischenzeitlich wie eine Kaulquappe aus, um später erst als
Säugetier und endlich als Mensch erkennbar zu werden.
Diese Erkenntnisse sind bei Shubin also aktualisiert, aber eben nicht neu,
so wie es derzeit in den Medien verbreitet wird.
Humorvoll und faszinierend: unsere Entwicklungsgeschichte von Einzeller bis heute und die Folgen ![]()
Die Financial Times schrieb ueber dieses Buch: "Wenn sie die Evolutionsgeschichte des Menschen und anderer Tiere verstehen wollen dann brauchen sie nur diese ausgezeichnete Monographie zu lesen." (meine Uebersetzung)
Das mit dem 'Evolutionsgeschichte verstehen' ist natuerlich
etwas hoch gegriffen aber Shubin gelingt es in faszinierender und zugleich
humorvoller Weise den Leser zu begeistern. Die Verwandtschaft zwischen Menschen und Affen ist ja schon so ein alter Hut dass es, ausser einer gläubigen Minderheit, niemand mehr anzweifelt und keinen mehr vom Hocker reist. Shubin aber öffnet geht viel weiter und viel gruendlicher zurueck. Zeigt wie viele verschiedene Wissenschaftszweige alle unabhängig voneinander die Evolutionstheorie stuetzen und vor allem auch welche enorme Erkärungsgewalt die Evolutionstheorie besitzt. So berichtet er beispielseweise, nachdem er die Evolution unseres Körperbaus skizziert hat und dabei auch neueste Forschungserkenntnisse beschreibt, wie Krankheiten damit erklärt werden können.
Trotz einiger Fachbegriffe ist das Buch auch fuer einen biologischen Laien wie mich leicht zu lesen. Daher wuerde ich ungefähr wie obiges Zitat folgendes sagen: Wenn sie heuer auch nur ein einziges Buch ueber Evolution lesen wollen, es sollte diese sein. Und wenn sie von Evolution nichts wissen wollen dann sollten sie dieses Buch GLEICH ZWEIMAL LESEN.
Ein faszinierendes Buch mit einem flammenden Plädoyer für die Evolution ![]()
Neil Shubin ist Paläontologe und so wäre das Schreiben dieses faszinierenden Buches eigentlich nicht seine Sache gewesen. Aber eines Tages musste er für einen Kollegen an der Universität einspringen, der einen Anatomiekurs für Medizinstudenten halten sollte. Während der Vorbereitung auf diesen Kurs und während seiner Unterrichtsstunden fiel Shubin auf, dass er dafür als Paläontologe einen entscheidende Vorteil mitbrachte: er kannte seit langem die Baupläne von urzeitlichen Fischen und Reptilien.
Und so entstand in seinem Kopf die Idee für dieses Buch, das er zu einem flammenden Plädoyer und Bekenntnis zur Evolution gestaltet. Ohne mit einem einzigen Wort einzugehen auf die zum Teil heftige Debatte, die in den USA zwischen den Befürwortern und den Kritikern der Evolutionstheorie ( Kreationisten) entflammt ist, und zum Beispiel im letzten Jahr in Hessen in die aktuelle Schuldebatte eingeflossen ist.
Neil Shubin nimmt seine Leser mit auf eine auf weite Strecken sogar sehr unterhaltsame wissenschaftliche Reise durch die 3,5 Jahre alte Geschichte unseres Körpers. Er lässt diese Geschichte auf einer einsamen Insel in der Arktis beginnen, wo er ein Fossil findet, das für ihn den Übergang von den Fischen zu den Landtieren bezeichnet. Er nennt dieses Tier, das sowohl Schuppen und Flossen, als auch Ellenbogen und Handgelenke besaß, den Tiktaalik, und wird mit diesem Fund weltberühmt. Die zahlreichen Bilder, mit denen er sein Buch illustriert hat, sind faszinierend und stützen überzeugend seine These der Evolution. Er erklärt, wie die ersten und einfachsten Lebewesen aufgebaut waren und funktionierten und zeigt immer wieder auf, dass alle höheren Tiere einschließlich des Menschen immer nur komplexere Varianten dieser einfachen Baupläne waren. Shubin gelingt es, seine eigene Faszination über dieses Wunder der Evolution auch sprachlich auf seine Leser zu übertragen.
Der legt am Ende ein anspruchsvolles Buch aus der Hand, dem es gelungen ist, ihn tief in die Materie einzuführen, ohne dass es ihm langweilig oder gar unverständlich wurde. Der agnostische Leser wird sich bestätigt fühlen, und der an einen Schöpfergott glaubende Leser ebenfalls, dem ein solches Wunder kein Zufall zu sein scheint.
Obwohl Shubin, wie gesagt, mit keinem einzigen Wort auf die religiöse Dimension des Themas eingeht ( vielleicht interessiert sie ihn nicht), bietet das Buch ein Fülle von Stoff für die immer noch aktuelle Debatte, die auch in Ansätzen in unseren Schulen geführt wird, und bei der man nicht zulassen sollte, das religiös-ideologische Positionen die Oberhand gewinnen.
Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Körpers ![]()
Sind wir Fische? Nein, doch wir waren einmal Fische! Die Evolution, ein Lobgesang auf sie, zeigt uns immer wieder wie wir uns aus einfachen Einzellernn zu komplezxeren Lebewesen entwickelt haben und es ist faszinierend zu sehen, wie der Autor Neil Shubin in DER FISCH IN UNS auf unterhaltsame und doch lehrreiche Art uns genau dies offenbart und vor uns eine grandiose Geschichte ausbreitet.
Ein gutes Buch, denn so sollte Biologieuntericht sein, spannend, faszinierend und mit dem gewissen Esprit in der Präsentation der Fakten.
Der Autor des Buches ist kein Mediziner, er beschäftigt sich mit der Fruehgeschichte des Lebens und doch macht er es so spannend, als höre man einem Mediziner zu, welcher einem die Besonderheiten des eigenen Organismus erklärt.
Woher kommen unsere Zähne? Wie sind sie entstanden und was hat das mit Haien zu tun? Warum haben wir Schluckauf und was hat eine Kaulquappen uns voraus? Wie entstand die Hand und gibt es Fische mit Händen?
Das Buch gibt faszinierende Einblicke in die Evolution und den Aufbau des menschlichen Körpers. Es erklärt eine Menge Ungereimtheiten und zeigt auf warum wir so sind wie wir sind.
In DER FISCH IN UNS zeigt uns der Autor Neil Shubin wie spannend Forschung und Wissen sein kann, ein grandioses Sachbuch, sehr lehrreich und unterhaltsam in einem - ein grosser Wurf fuer alle Leser, welche unsere Herkunft besser verstehen wollen.
Sehr empfehlenswert!
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