![]() |
Durchschnittliche Kundenbewertung: More Details: Das Bildnis des Dorian Gray. Roman. Das Bildnis des Dorian Gray. Roman. @Amazon Das Bildnis des Dorian Gray. Roman. @aStore |
Aus der Amazon.de-Redaktion
Für den Maler Basil Hallward verkörpert Dorian Gray die unvergleichliche Muse, die ihm als Künstler zu voller Blüte verhilft und ihm Genialität einflößt. Lord Henry erscheint dieser anmutige Jüngling wie ein hohles Gefäß von vollendeter Form, das darauf wartet, geöffnet und von Leben erfüllt zu werden. Basil betet Dorian als den Inbegriff von Aufrichtigkeit, Tugend und vollendeter Schönheit an. Für Lord Henry ist er hauptsächlich ein sehr interessantes Experiment.
Von der Ausstrahlung seines jungen Freundes geblendet und ihm völlig ergeben, überschüttet Basil ihn mit einer Flut an Komplimenten. Scharfzüngig, mit herrlich extremen Aussagen und provozierenden Thesen, versetzt Lord Henry den noch schlummernden Geist Dorians mit seinen paradoxen Philosophien in Aufruhr. Basil, von Dorians scharlachroten Lippen, den goldenen Haarwellen und den weiten blauen Augen betört, versucht, seine einzigartige Schönheit in einem großen Kunstwerk zu verewigen. Lord Henry, von seiner Unwissenheit und Formbarkeit angetan, verhilft ihm mit messerscharfem Geist und hypnotischer Redegewandtheit zu einer zweifelhaften Bewußtheit.
Dorian Gray erschauert, als er sich auf dem fertiggestellten Gemälde erblickt, und in seinem Entzücken über sich selbst richtet er einen wahnwitzigen und folgenschweren Wunsch an das Universum: Möge er in Wirklichkeit immer so jung und schön bleiben wie auf diesem Porträt. Stattdessen solle das Bild für ihn altern. Sein Gebet wird auf mystische Weise erhört. Dorian, vergiftet durch den schlechten Einfluß von Lord Henry und eines Romans, den dieser ihm zu lesen gibt, gerät immer mehr zum Opfer seiner innersten Abgründe. Nach außen hin bleibt er makellos, doch sein Porträt, das er voller Furcht vor Entdeckung in einem verstaubten Zimmer auf dem Dachboden versteckt, offenbart ihm die Verfehlungen seiner Seele erbarmungslos und auf gräßlichste Weise.
Verschleiert, wie es zu Oscar Wildes Zeiten nur möglich war, schwingt das Thema der Homosexualität mit. Viel dreht sich um männliche Schönheit und Jugend, um die zweifelhafte Moral der Gesellschaft, um verborgene Sünden und geheimnisvolle Anziehungskräfte und um schwerwiegende Gefühle von Schuld.
Wildes einziger Roman ist ein Werk von großer Eigenart, geschrieben in der für Wilde typischen blumigen und äußerst kunstvollen Sprache, voller gewagter und tiefgründiger Spekulationen um die Doppelnatur der menschlichen Seele und um das mysteriöse Wechselspiel zwischen Kunst und Leben. In ihm spielt das Reale mit dem Irrealen. Es beschreibt die Tragödie um den Identitätsverlust einer dekadenten Seele. --Daphne Unruh
Fegefeuer der Eitelkeiten ![]()
"Das Bildnis des Dorian Gray" ist ein Meisterwerk das seines Gleichen sucht!
Dorian Gray bittet darum, dass sein Bildnis an seiner statt altert und scheint das Leben in vollen Zügen zu genießen. Doch zeigt uns der Verlauf seines Lebens, das es nicht nur das Äußere ist, dass einen Menschen definiert und er verkommt immer mehr zum Unmensch dessen Inneres sich immer mehr verdunkelt, der nicht zu echter Liebe fähig ist und am Ende am eigenen moralischen und emotionalen Verfall zu Grunde geht.
Berührend, spannend, tragisch, faszinierend!
Ein Muss für jeden literatur-Fan!
Ein lesenswerter Klassiker! ![]()
"Das Bildnis des Dorian Gray" ist wohl Oscar Wilde's bekanntestes Werk - und das nicht zu Unrecht. Wahrhaft meisterhaft erzählt, spannend bis zur letzten Minute. Über das Älterwerden, das Vergängliche, die Jugend und die Abgründe der menschlichen Seele. Kunstvoll, bezaubernd, leichtfüßig. Unbedingt lesenswert!
falscher Unterton ![]()
Man könnte diesen Roman schnell zusammenfassen: Blasierter junger Adel, der versucht, besonders intellektuell oder zynisch zu klingen, amüsiert sich in mehr oder weniger öden Zusammenkünften in Salons und sonstigen belanglosen Szenerien, sitzt herum, schwätzt mehr oder minder triviales Zeug und versucht originell zu sein.
Zwar sind die Salonversammlungen der jungen Adligen gespickt mit Bonmots, die häufig witzig und intelligent scheinen, aber seltener der Erkenntnis entspringen als der zynischen Lust an der Provokation.
Zu vieles an diesem Werk ist nur Pose, zu häufig klingt ein falscher Unterton durch. Es schwingt oft ein Misston mit, der unterschwellig vermittelt, der Autor wolle etwas ganz anderes sagen als geschrieben steht.
Oscar Wilde, der ja angeblich ganz anders, das heißt viel sensibler, war als es im Roman scheint, tritt allzu häufig hinter seinen Personen hervor und steht als Autor eines Werks da, das mehr über ihn selbst erzählt als es eine Geschichte ist. Macht im Prinzip nichts, denn der zusammenkonstruierte Unfug, der sich hier Story schimpft, ist ohnehin derart misslungen, dass man besser ganz von seinem Inhalt schweigt.
Aber: ein Roman hätte dies werden sollen - geworden ist es eine völlig verunglückte und hanebüchene Geschichte, die durch Aphorismen zusammengehalten wird, aber mit zunehmender Dauer immer mehr anödet.
Fazit: Fasste man die geistreichen Aphorismen aus dem Roman zusammen und würfe den Rest des Romans weg, könnte man aus dieser Geschichte vielleicht noch was Verwertbares machen. Ansonsten bleibt nur das Fazit Wildes: "Bücher sind gut geschrieben oder schlecht geschrieben, weiter nichts." Dieses hier ist mit Sicherheit der zweiten Gruppe zuzurechnen, auch wenn das Ende großartige Absätze aufweist und Lord Henry, der verlebte Freund Dorians, nochmal seinen ganzen zynischen Witz in die Wagschale wirft. Aber alas, es ist zu spät.
Und als Dorian am Ende das Bild, das die Spuren seines Alters und seiner Verderbtheit trägt, vernichten will und sich damit selber tötet, ist man froh, dass es vorbei ist.
Komplex und brillant! ![]()
Oscar Wildes einziger Roman aus dem Jahr 1890/91 spielt im viktorianischen Zeitalter in London. Das gesamte Hörbuch ist beherrscht von den Dialogen dreier Männer und mit zunehmender Dauer dem inneren Monolog des Dorian Gray. Es ist eine Gegenüberstellung zweier gegensätzlicher Auffassungen von Moral. Auf der einen Seite der Maler Basil Hallward, der das viktorianische England „vertritt“, dessen romantisierende Lebensauffassung, die Idealisierung von Seele und Geist. Auf der anderen Seite der hedonistische, rein der Lust und der Sinneserfahrung huldigende Lord Henry Wotton, der die Vorstellungen des Autors wiedergibt. Entsprechend der offenen Zurückweisung überkommener Moral und bigotter Lebensführung, der fast lustvollen Darstellung des amoralischen Lebensstils Dorian Grays, führte dieses Buch zu einem Skandal und der Autor wurde öffentlich angefeindet. Nicht zuletzt durch dieses Buch und die im folgenden offen zu Tage tretenden homosexuellen Neigungen Oscar Wildes kam es zu einer Gerichtsverhandlung und zur Inhaftierung des Autors. Gesundheitlich angeschlagen, verschwand er nach der Haft aus der Öffentlichkeit und starb am 30. November 1900.
„Dorian Gray“ blieb der einzige, große Roman von Oscar Wilde. In seiner Komposition brillant und sprachgewaltig, elegant im Stil und hart und kompromisslos in seinen Aussagen. Wilde verwob Prometheus-, Faust- und Luzifer-Mythen zu einem Kunstwerk, das bis heute seine Wirkung auf die Leser hat und seinen Erfolg zu Recht verdient.
Der Vortrag des ungekürzt übertragenen Romans durch Jan Josef Liefers ist ein Glücksfall. Vor allem die im Mittelteil des Hörbuchs sehr langen, schwierigen und komplexen Textpassagen, die den inneren Wandel des Dorian Gray darlegen, werden so intensiv und wahrhaftig vorgelesen, dass man das Gefühl hat, Gray selbst trage die Essenz seiner Vorstellungen, Qualen und leidenschaftlichen Erfahrungen mit.
Wichtigster Kunstgriff dieses Romans ist die Rolle, die das Bildnis Dorians hat. Es wird zu einer eigenständigen Person, zu einem Gewissen und Gedächtnis Grays. Das Bild wird zum wahren Dorian Gray, wird zu dem Mann, der erlebt, fühlt, trauert, triumphiert.
Es ist zugleich Sinnbild für den heute herrschenden Jugendwahn. Oscar Wilde beruft sich auf die griechischen Klassiker, das Dandytum seiner Zeit und die Wirkung des Schönen im romantischen England. Doch ist die moderne Aussage, das „Dorian–Gray–Syndrom“ (eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, bei der das eigene Ich im Mittelpunkt des Strebens und Denkens steht) heute um so wirksamer und aktueller als vor einhundert Jahren.
Vielleicht erklärt das den auch heute noch anhaltenden Erfolg des Buches. In jedem Fall ist es in dieser Hörbuchedition, die in einer wundervollen roten Pappschachtel, einem ausführlichen Booklet und einem perfekten Sprecher zu einem angemessenen Preis zu erwerben ist, ein Gewinn für jede Hörbuch-Bibliothek.
Einzig der überbordende Detailreichtum, der fast fanatische Perfektionismus Oscar Wildes führt immer wieder zu langweiligen, für die Entwicklung des Protagonisten unwichtigen Schilderungen und Passagen, die dem Hörbuch das Tempo nehmen. Auch wenn Jan Josef Lievers in dem Bemühen diese Textstellen möglichst interessant zu gestalten großes Lob zuzusprechen ist, kann er doch nicht vermeiden, dass der Hörer Schwierigkeiten hat, die Konzentration zu wahren.
Fazit: Diese Edition ist fantastisch. Der Sprecher ist in Bestform, Layout und Ausstattung sind hervorragend. Da auch der Text, einer der großen Klassiker der Weltliteratur, brillant ist, kann man nicht fehlgehen, wenn man diese Box erwirbt. Man sollte aber wissen, dass Langmut und Konzentrationsfähigkeit vonnöten sind, den oft sehr langen Monologen zu folgen.
The Picture of Dorian Gray. (Penguin Popular Classics) |
Bunbury oder Ernst sein ist wichtig. |
Sämtliche Märchen und Erzählungen |
Also sprach Zarathustra |
Aphorismen |

![]() |
|
| Home | Bücher | Elektronik&Foto | DVD | Pop Music | Software | Computer&Videospiele | Home & Garden |
| Kostenlose Lieferung ab 20 EUR. |