dtv & Beck im dtv Search dtv & Beck im dtv dtv & Beck im dtvDie philosophische Hintertreppe. Vierunddreißig große Philosophen in Alltag und Denken
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Customer Reviews:Philosophie ist sich selbst genug. 
"Wer danach fragt, was das wahrhaft Seiende ist, der darf sich nicht an die uns umgebende Wirklichkeit halten und auf diese starren; er darf sich nicht an die vergänglichen Dinge halten. Er muss vielmehr auf das Ewige und Immerseiende blicken, das über alle Wirklichkeit steht, ja, das in all unserer Wirklichkeit das einzige wahrhaft Wirkliche ist."
(Parmenides, 5. JH v.Chr.)
W. Weischedel (1905-1975) zeigt in anschaulicher, einführender Weise den Kreislauf der Philosophie. 34 starke Philosophen zieht er zusammen, die erklären, was die Welt im Innersten zusammenhält, wie der Mensch sich in ihr bewegt und wie die Fragen an diese Welt die Menschen bewegt.
Thales, der erste Vorsokratiker und Urvater der Philosophie führt den Weischedelschen Reigen an, zurecht, denn die erste Frage vor 2500 Jahren ist so aktuell, dass sie heute noch die Gemüter und Geister berührt, wenn nicht gar trennt: Was ist das Wesen von alledem? Woher kommt, woher entspringt das alles? was ist der Ursprung von allem? Was ist das eine, das Umfassende, das Prinzip, dass macht, dass alles wird, ist und besteht?
Weil Thales diese Fragen als erster stellte, wird er zum Urvater der Philosophie. Parmenides und Heraklit folgen als Zwillinge im Geiste, die beide auf unterschiedlichen Wegen erkennen, dass alles eins ist und wie erschrak einst Parmenides, als er dieses entdeckte. Ein ewig Stirb und Werde durchzieht die philosophischen Gedanken und so ist der Gehende der Platzmachende für Neues, damit dem Ganzen eine Ewigkeit und Unendlichkeit gegeben ist. Da, wo nichts geht und alles bleibt, ist Tod. Die Welt wird in der Tiefe des ewigen Seins zu ergründen sein. Denkt man diesen Dualismus weiter von Sein und Nichtsein als Frage, so findet Parmenides die Wirklichkeit in der Verbindung von Sein und Nichts. Dieser Dualismus wird bei Sokrates in Fragen verwandelt und in einer dritten Stufe zu einer erhöhten, vielleicht göttlichen Synthese geführt. Doch die Götter sind vielfältig, sie unterstützen das Suchen und es findet sich alles wieder im Menschen. So sehen wir den Menschen wachsen in der unendlichen Liebe eines Platon und der teleologischen Perspektive des Einswerden mit der Gottheit, wie Aristoteles das der Welt immanente letzte Ziel definiert.
Uns so vergehen die Jahrhunderte, doch die Frage des Thales bleibt, es ändern sich die Versuche einer Antwort und die Erklärungen aus dem Mehrwissen kommen hinzu. Die Naturwissenschaft prägt den Logos, den Heraklit schon aufzeigte, die Einzigartigkeit oder das Eine wird zur Monade, der Mensch, das Ich zur Fixierung bei Fichte und der Pessimismus zur Grundfeste bei Schopenhauer oder gar zum Nihilismus bei Nietzsche, aber das Streben des Anfangs von Thales und Parmenides, zu werden als Mensch im Sinne des göttlichen Seins wird zur Atheismusdefinition bei Feuerbach, der den Menschen zum Schöpfer Gottes macht.
Das Sein und das Nichts der ersten Philosophen befruchtete 2500 Jahre später u.a. Heidegger und Sartre und mit Russel verfällt die Philosophie in die Philosophie des Protestes bis dann Wittgenstein den Untergang des Redens ankündigt, weil die Beschreibung des Ists völlig ausreiche.
Weischedel gelingt es bestens, den Umfang des Philosophischen Denkens dem Leser näher zu bringen, bestens im Sinne von neugierig machend. Dieses Werk ist nicht angelegt auf tiefe Analyse der einzelnen Vertreter. Mehr geht es um einen Überblick mit Zusammenhängen. Sehr schade finde ich die kurzsichtige Art des Verlages wie des Verfassers, nicht eine Liste von Referenzwerken aufzulisten. Die Hauptwerke hätten es vielleicht getan. Dieses als Mangel in einem ansonsten sehr verständlichen Werk.
Dass Raffael es begriff, was die philosophische Schule in Athen ausmachte, was ihr eigentliches Zentrum war, sehen wir in seinem berühmten Bild, was zugleich Titelbild des Buches ist. In der Mitte sehen wir Platon und Aristoteles, Platon, die Hand nach oben weisend und seinen Timaios unter dem Arm, Aristoteles, die Hand gen Betrachter weisend mit der Ethik. Die Verbindung von pythagoreerischem Vernunft-Denken des Timaois und aristotelischer Ethik erzeugen eine Ganzheit.
Ziele nicht erreicht 
Einen schnelleren und einfacheren Zugang in die Etage der großen Denker der Weltgeschichte hatte Autor Wilhelm Weischedel versprochen. Tatsache ist aber leider, dass der Aufstieg über die philosophische Hintertreppe diese selbstgesteckten Ziele mitnichten erfüllen kann. Dem Autor gelingt es kaum, wirklich in die Tiefe der jeweils behandelten Denkstruktur vorzudringen, er bleibt statt dessen lieber an der Oberfläche. Das ist zwar verständlich, wenn man den Versuch unternimmt, den Lebenslauf eines Philosophen und seine denkerischen Leistungen auf sieben bis zehn Seiten abzubilden, dennoch macht Weischedel es sich und seinen Lesern durch seinen prägnanzlosen und konstruierten Sprachstil schwer, die ohnehin schon komplizierten Denkmuster selbst oberflächlich zu verstehen. Eine Übertragung ins tägliche Leben, veranschaulicht an möglichst einfachen Beispielen, fehlt völlig, sodass das gesamte Buch theoretisch und realitätsfern wirkt. Ebenso gelingt es dem Autor nicht, die einzelnen Philosophen in ihren Gedanken voneinander abzugrenzen: So ist dem Leser irgendwann nicht mehr ganz klar, was genau der Unterschied etwa zwischen Parmenides und Heraklit war. Eine kurze und prägnante Zusammenfassung am Kapitelende, Querverweise zu vorherigen Kapiteln und gerne auch graphische Aufbereitungen wären hier wünschenswert gewesen.
Es bleibt ein oberflächlicher Einstieg, der dem unbedarften Leser lediglich eine kleine Kostprobe vom Buffet der Philosophie zu servieren vermag. Der ganzheitliche Überblick muss durch weitere Literatur erworben werden, weshalb die durch den Autor eigens postulierten Ziele nicht erreicht werden.
Eigentlich ist es der Vordereingang 
Nach einverleiben des Schreibstils , ist es mir als Laien irgendwann dann doch gelungen in die tiefgründige Welt der Philosophie einzudringen .
Weischedel`s Werk durchleuchtet alle Epochen - vom alten Griechenland bis in die Moderne . Sokrates , Aristoteles, Descartes , Kierkegaard , Marx und wie sie alle heißen .
Beim Lesen kam ich dabei schön ins grübeln , über die Welt und das Sterben , über die Liebe.....und jetzt weiß ich das ich nichts weiß
Die philosophische Hintertreppe ist wissenschafftlicher aufgezogen als Sofies Welt und das ist auch gut so .
Durch die kurzen Einblicke in die Theorien der großen Philosophen , findet man doch persönliche Vorlieben des Denkens. Und man erblickt deutlicher in welche Richtung man sich weiterinfomieren möchte.
Für Interessierte , die einen wissenschaftlichen Einstieg , mit einen gewissen intellektuellen Stil suchen , genau das richtige.
Sophies Welt ohne Sophie 
Was den Thailändern ihr "Mai pen rai", das ist den Afrikanern ihr "Hakuna Matata": ihre ganz spezielle Art sorgloses Lebens zum Ausdruck zu bringen. Und diese Sorglosigkeit färbt ab, soweit, dass sogar der berühmte englische Liedertexter Tim Rice sie als Philosophie bezeichnet, wenn er seiner Figur Timon (aus "Der König der Löwen") in den Mund legt: "Keiner nimmt uns die / Philosophie / Hakuna Matata"
Dass Philosophie weit mehr ist als eine zweifelhafte Lebensart der Sorglosigkeit, das erfahren wir, wenn wir "Die philosophische Hintertreppe" erklimmen. Wilhelm Weischedel (1905-1975), selbst Philosoph aus pietistisch-schwäbischem Elternhaus, erwartet uns am rückwärtigen Eingang seiner ganz speziellen philosophischen Akademie, und führt uns - nebst Diele und Hausgang - durch weitere 32 Räume. Dort stellt er uns 34 Denker ihrer Zeiten (Parmenides und Heraklit wohnen, ebenso wie Epikur und Zenon, in jeweils gemeinsamer Stube) und deren philosophisches Werk vor. Weischedel tut dies weitgehend allgemeinverständlich, schmückt seine Vorstellungen mit Anekdoten und schleift damit hart an der Grenze des Populärwissenschaftlichen. Doch das tut seinem Versuch keinen Abbruch. Das Büchlein ist lehr- und hilfreich. - Wie reimte doch Weichedel an anderer Stelle so sinnig: "Wer nie sein Brot mit Philosophen aß, / wer nie gedankenvoll am Ofen saß, / wer niemals schwanger von Ideen, wachte, / wer niemals in des Geistes Wehen dachte, / wer über allzu tiefes Denken lachte, / sein Leben ohne Geist zu lenken dachte - / des Wissen mag zwar durch das meiste geistern, / er wird doch nie das All im Geiste meistern."
Philosophie - so gehts :) 
Auf rund 300 Seiten 34 Philosophen - das muss man erst mal schaffen! Insofern ist aus meiner Sicht die Kritik der anderen Rezensenten nicht berechtigt. Natürlich MUSS der AUtor auf so wenigen Seiten an der Oberfläche bleiben und kann die jeweiligen Philosophien jeweils immer nur ankratzen. Das ist aber aus meiner SIcht gelungen - und auf alle Fälle empfehlenswert für Leute, die sich für Philosophie interessieren.
Listmania Lists:Einführungen in die Philosophiezu Lesen lohnt.... tiefsinnigeresPhilosophisches, AllzuphilosophischesDenkanregungenFür mich unabdingbare BücherEin kleines Lesevergnügen12 gute und 5 schlechte Einführungen in die PhilosophieFür kleine Philosophenfrei werden ohne FirlefanzMeine LieblingsbücherRELATED:
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3423300205. ein muss für die, die in der kürze etwas über philosophie erfahren wollen und doch fundiertes wissen besitzen möchten. mit sophies welt synchron gelesen und für passend und super befunden.
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