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Durchschnittliche Kundenbewertung: More Details: Kurzgefasste Verteidigung der Heiligen Inquisition Kurzgefasste Verteidigung der Heiligen Inquisition @Amazon Kurzgefasste Verteidigung der Heiligen Inquisition @aStore |
Keine Quellenangaben und ein Werk ![]()
pro-kirchlicher Propaganda. Hätte sich Hr. Zander die Mühe gemacht, genauer zu recherchieren, dann würde er wissen, das die Inquisition prinzipiell ein Werkzeug der Kiche war, um Leute zu verfolgen, die nicht nach ihren Glaubens- und Lebensregeln lebten. Wie er diesen Akt der Barbarei auch noch mit dieser gewaltigen Leidenschaft verteidigen kann bleibt mir leider unverständlich.
Ich dachte dieses Buch solle, wie der Titel schon sagt, eine Verteidigung der unheiligen Inqisition sein um sie dannach ihrem gerechten Urteil zuzuführen, leider ist dem nicht so.
Daher nur ein Stern.
Crux quaerit spiritum.. ![]()
Wo aber steht Zander? Das Buch ist ein willkommener Entlastungsangriff gegen allzu stereotype Wahrnehmungen wider die Modernität der Inquisition. Aber bleibt Zander nicht mitunter zu distanziert in seiner Ironie? Schlägt da noch die Schulung des Ex-Dominikaners durch? Man weiß letztlich nicht, ob er wirklich für seine altehrwürdigen Ordensbrüder plädiert oder sich mitunter einen "Doppelscherz" erlaubt, gegen beide Parteien. Oder ist das der große Trick, um Akzeptanz zu fischen?
Brillant provokativ! ![]()
Es ist lange her, dass ich es so sehr genossen habe, ein Buch zu lesen. Drauf gestoßen bin ich, zugegeben, erst durch die charmante Plauderei einer Regensburger Adelsdame, deren Urteil nie ganz verkehrt ist. Ich habe es bei Amazon bestellt, drin geblättert und habe es zunächst wieder auf den Stapel gelegt. Der clowneske Kardinal (oder kardinaleske Clown) auf dem Cover ließ Religionssatire erahnen, die ich mir aufheben wollte für ein beschauliches Wochenende am Strand von Ostia, auf leichte Kost schließen, zuckersüß wie ein Gelato amarenata. Doch irgendwie hat es sich schneller als geplant wieder bemerkbar gemacht und mich, von der ersten Zeile an, nicht mehr losgelassen. Mea culpa, ich hatte es unterschätzt. Ja, es ist ein Lesevergnügen, so angenehm, so brillant, so überzeugend, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Dabei ist es so provokativ und politically incorrect, dass es nicht nur relevant, sondern ein "Muß" ist für jeden, der die Stereotypen der "schwarzen Legende", die Meinungsmache des athetistischen mainstreams, satt hat. Mehr als einmal bin ich mitten in der Lektüre aufgesprungen und habe dem Großinquisitor, der im Buch zu mir spricht, spontan applaudiert. Danke, Hans Conrad Zander, für den Mut, diese "Rede" aufgezeichnet zu haben, die so viele Mythen, Lügen und Legenden zurechtrückt. Als Historiker kann ich dem Autor nur von ganzem Herzen beipflichten: Er hat exzellent recherchiert, um uns einen unbequemen Genuß zu bereiten. Das Gute: Nach der Lektüre läßt sich nach Herzenslust kontrovers diskutieren. Gewarnt sei nur davor, als Ort dafür ein römisches Restaurant zu wählen. Nur für den Fall, dass jemand mithört ... und damit meine ich nicht die Heilige Inquisition!
Gegen die Dummheit und für die religiöse Intelligenz ![]()
Hans Conrad Zander beweist immer wieder, wie wenig er sich von allgemeinen Anschauungen leiten lässt, die Quellen genau untersucht, den Dingen auf den Grund geht und dann mit einer gehörigen Portion Ironie und liebevollem Humor die Geschichte in ein anderes Licht rückt. Die "Kurzgefasste Verteidigung der Heiligen Inquisition" ist ein famoses Stück guter Theologie. Auch wenn der Autor keine Angaben zur gelesenen Literatur macht, merkt man, dass er das Buch nach der Lektüre vieler Bücher geschrieben hat. Seine Thesen und angeführten Daten entsprechen dem, was Arnold Angenendt in seinem viel beachteten Grundlagenwerk "Toleranz und Gewalt" an Fakten gesammelt hat. Man kann sich bei Zander darauf verlassen, dass er zwar keinen wissenschaftlichen Anspruch erhebt, aber sich trotzdem an wissenschaftliche Erkenntnisse hält und die Quellen kennt.
In diesem Buch über die Inquisition lässt er den Großinquisitor eine Verteidigungsrede halten. Es wird in einer deutlichen und exakten Sprache dargestellt, was die Heilige Inquisition wirklich war. Da Zander keinen wissenschaftlichen Artkel geschrieben hat, kann er es sich leisten, nicht jeden Sachverhalt von der einen und von der anderen Seite zu beleuchten. Dass die Heilige Inquisition Schuld auf sich geladen hat, bestreitet Zander jedoch an keiner Stelle. Doch hat man mit einem Schuldeingeständnis die Sache noch nicht verstanden. Das macht Zanders Buch so sympathisch, er fragt einfach weiter und beleuchtet fünf Komplexe der Inquisition: Die Inquisition ist eine Reaktion auf die Dummheit und im geschichtlichen Zusammenhang von Theologie und Zeitgeschehen als modern und fortschrittlich zu sehen; die Inquisition war keineswegs frauenfeindlich und die Hexenverbrennungen mehr eine Interpretation späterer Deuter als in ihrem Ausmaß tatsächlich historisch verbürgt; die Inquisition war gut organisiert und effizient, weil sie auch nicht jeder Anzeige nachgegangen ist; die Inquisition hat Wildwuchs und Ungerechtigkeiten beseitigt; die Inquisition war keineswegs eine Aktion von barbarischen und korrupten Kirchendespoten.
Man kann Zander als historische "Abhandlung" lesen, man kann Zander auch als Korrektur heutiger Meinungsbildung lesen. Wie kommen heutzutage Meinungen über Kirche zustande und wie könnte man die Kirchenpolitik auch noch sehen oder interpretieren?
Die "Kurzgefasste Verteidigung der Heiligen Inquisition" ist ein hervorragendes Buch und jedem zu empfehlen, der sich ein Bild über die Kirchengeschichte machen will und Geschichte verstehen möchte.

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