Große Enttäuschung! ![]()
Ich kann mich der Euphorie meiner Mit-Rezensenten leider nicht anschließen. Natürlich erleichtert dieses Buch den Blick auf sich selbst. Natürlich erkennt man, dass man in manchen Situationen vieles ziemlich falsch macht.
Aber: Das Buch ist ein Kind seiner Zeit. Das sieht man daran, dass beinahe in jedem Fallbeispiel die Kinder von ihren verzweifelten Eltern geschlagen werden. Auch kann ich einer Pädagogik nicht folgen, die empfiehlt, dass Kinder, die einnässen (obwohl sie eigentlich schon aufs Töpfchen gehen könnten), mal eben den restlichen Tag in ihren nassen Kleidern verbringen oder - noch besser - in der nassen Bettwäsche schlafen sollen. Und das nur um die Konsequenzen ihrer Fehler zu spüren? Auch halte ich es für fragwürdig, sich vor seinen trotzigen oder wütenden Kindern im Klo einzuschließen, bis diese sich wieder beruhigt haben.
Kinder haben etwas besseres verdient, als in diesen schwierigen Phasen mit ihren Sorgen, den Nöten oder ihrer Wut alleine gelassen zu werden.
Lesen - verstehen - (nicht)handeln ![]()
Auf dieses Buch wurde ich über eine andere Rezension aufmerksam, in der von diesem als "meine persönliche Erziehungsbibel" geschrieben wurde. Die Neugier war in mir geweckt, und nach dem kurzweiligen Selbststudium weiß ich nun, was ich bei meiner Tochter nun nicht tun werde :))
Folgen erleben lassen ... natürlich nur solange keine Gefahr für Leib und Leben droht.
DER Erziehungsratgeber! ![]()
Von meinem Bruder wurde ich ermuntert, 'Kinder fordern uns heraus'zu lesen, und seit dem begeistere ich meine Freunde und Bekannten es zu lesen.
Die Ratschläge sind gut verständlich, leicht anwendbar und absolut treffend.
Wie oft hatte ich Probleme, weil schon meine zweijährige Tochter nicht essen wollte sondern nur gespielt hat. Drei Tage, nachdem ich das Buch gelesen haben, waren diese Probleme schon verflogen!
Das Buch hilft einem, die richtigen Methoden zur Mitarbeit mit Kindern zu erkennen, und dabei seine eigene Achtung und die Achtung vor dem Kind zu wahren. Dabei wird viel Wert darauf gelegt, dass man selbstständig Lösungen erkennt, denn schließlich kann so ein Buch nicht für jede Situation eine Lösung bieten.
Manche Verhaltensweisen in dem Buch lassen sich auch gut auf den Umgang mit Erwachsenen anwenden, z.B. das Aufräumen betreffend.
Ich kann jedem nahelegen, dass Buch zu lesen, der ein wenig mehr Frieden in den Familienalltag bringen will und glückliche Kinder großziehen möchte.
Harmonische Erziehung statt Bestrafung ![]()
Pflegeleichte Kinder sind wohl eher die Ausnahme. Die meisten können ihre Eltern schon im Babyalter zur Verzweiflung bringen. Die traditionellen Erziehungsmethoden Zwang, Strafe und Belohnung können in unserer demokratisch denkenden Gesellschaft nicht mehr angewendet werden, so die These von Rudolf Dreikurs, denn damit erreicht man entweder gar nichts oder das Gegenteil von dem, was man beabsichtigt. Trotzdem kann Erziehung gelingen. Ja, sie kann sogar Spaß machen, meint Dreikurs, wenn man sich an einige Prinzipien hält. Mit einer Fülle von Beispielen aus dem alltäglichen Familienwahnsinn macht dieser Klassiker der Erziehungsliteratur klar, wie geschickt die kleinen Wonneproppen einen an der Nase herumführen können und wie man das unterbinden kann, ohne die eigene Würde oder die des Kindes aufs Spiel zu setzen. getAbstract meint: Eine Pflichtlektüre für alle Eltern, die mit ihrem Nachwuchs in Harmonie statt im Krieg leben möchten.
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