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Im Detail lässt sich viel Positives über das Buch anführen.
Das Buch ist sehr gut didaktisch aufgebaut mit einem Teil "Grundlagen" und einem Teil "Therapie". Zum Abschluss eines jeden Unterkapitels findet man eine knappe Zusammenfassung, gut in einem Kasten gekennzeichnet. Der/die LeserIn mit wenig Zeit kann sich dadurch schnell Informationen aneignen.
Das relativ dünne Buch (244 Seiten) bietet viel Inhalt knapp zusammengefasst. So gibt es je eine gute tabellarische Übersicht über Ergebnisse verschiedener Studien zur Komorbidität bei der BED und zur Effizienz von Behandlungsansätzen.
Die Abgrenzung zwischen der BED und den anderen Essstörungen wird intensiv und eingängig vorgestellt. Ein für die Therapie sehr nützlicher Exkurs zum Thema Adipositas vervollständigt das Buch.
Der Teil II "Therapie" beinhaltet ein Manual zum therapeutischen Vorgehen. Es ist so aufgebaut, dass man sich durchaus nur einzelne Bausteine oder auch ausschließlich Zielsetzungen herausnehmen kann. Daher ist es gut als Anregung benutzbar, und man muß sich nicht unter Druck fühlen, Schritt für Schritt danach vorzugehen.
36 Arbeitsblätter zum Kopieren und Mitgeben an PatientInnen (z.T. mit Informationen, z.T. zum Ausfüllen) lassen sich gut in der Therapie einsetzen; sie fördern den Fortgang der Therapie und die Einsicht und Zufriedenheit der PatientInnen. Ein Teil der Arbeitsblätter ist auch für andere Essstörungen einsetzbar. Die Arbeitsblätter (50 Seiten) werten das Buch zusätzlich auf.
Das einzige Negative, das ich (Therapeutin mit Schwerpunkt Traumaarbeit und Essstörungen) beim Lesen des Buches entdeckt habe, ist, dass die Autorin sich hinsichtlich Diagnostik ausschließlich mit dem DSM-IV, nur in einem Satz mit dem ICD-10 auseinandersetzt. Kassenanträge, zumindest in Bayern, sind allerdings mit einer Diagnose nach ICD-10 zu versehen. Der Grund dafür ist wahrscheinlich darin zu sehen, dass die BED nicht als spezifische Essstörung im ICD-10 aufgenommen ist, sondern lediglich als "nicht näher bezeichnete Essstörung".
Insgesamt kann man sagen, dass das vorliegende Buch der Autorin sehr gut gelungen ist. Es sollte in der Bibliothek keineR TherapeutIn, die/der mit Essstörungen arbeitet, fehlen.
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