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auf keinen fall kaufen ![]()
Es ist ja schon traurig, daß es heut zutage noch Bücher wie dieses gibt. Und das auch noch mit so großem Erfolg, was die Rezensionen beweisen. Anfangs liest sich das Buch auch noch ziehmlich gut. Aus den "typischen Elternfehlern" kann man nützliche Tips ziehen. Als es dann aber um die konkrete Hilfestellung geht, bleibt einem nur der Mund offen stehen.
Was mich am meisten aufregt ist die Verhängung von Auszeiten. Da wird empfohlen Kinder bei inakzeptablen Verhalten (zB Trotzanfall) in ihr Zimmer einzusperren, je nach Alter ein zweijähriges Kind zwei Minuten, ein vierjähriges vier Minuten usw. Das Kind wird erst wieder heraus gelassen, wenn es sich beruhigt hat. Stellen wir uns das doch mal bei einem zwei oder dreijährigen Kind vor. Was meinen Sie wie oft Sie diese Prozedur wiederholen müssen, damit sie das kind nicht mehr schreiend oder weinend vorfinden. Wieviel Verständnis für diese Methode wird ihr Kind mitbringen?
Ach ja ,die Tür wird natürlich zu gehalten. Und bei älteren Kindern? Zwölf Minuten für ein zwölfjähriges Kind? und 14, 15, 16,? Wie lange machen Sie das, bevor ihr Kind anfangen wird sich zu wehren und sie vielleicht in Ihr Zimmer einsperrt. Was bringen wir unseren Kindern damit bei? Doch nur, daß der Stärkere die Macht hat mit dem Schwächeren zu tun was er will.
Ebenso finde ich es sehr fragwürdig Kinder ständig die "natürlichen" Konsequenzen spüren zu lassen. Muß ich mein Kind ins offene Messer rennen lassen? Es gibt bessere Methoden.
Auch wissen die Autoren anscheinend nicht, daß ein Kind dem man positives Verhalten beibringen will, mit Belohnungssystemen (Punkte sammeln für gutes Verhalten, welche man dann in G eld oder Fernseh.-Computerzeit umtauschen kann) schlecht geholfen ist. Es lernt doch nur etwas zu tun, um etwas dafür zu bekommen. Keinesfalls wird es dazu motiviert aus eigenem Antrieb etwas zu tun oder zu lernen. die Freude am lernen und die Freude am eigenem Können gehen hier verloren.
Zum Schluß möchte ich noch ein Buch empfehlen: Smart Love von Pieper. Hier finden Sie konkrete menschliche Erziehungstips für jedes Alter und ohne seelische Gewalt. Wer wissen möchte, was wir unseren K indern mit den oben beschriebenen und auch anderen so tollen eE rziehungsstilen antuen, der lese bitte Carlos Gonzales: In Liebe wachsen
Empathie? ![]()
Habe das Buch quergelesen, nicht detailliert. Mag sein, dass es wertvolle Tipps gibt - die zahlreichen positiven Rezensionen spiegeln ja vermutlich vor allem erfolgreiche Umsetzungen der LeserInnen wider. Ich bin bei einer Stelle des Buches hängen geblieben: Ich glaube es war das - zu dem Zeitpunkt sechsjährige - Kind der Autorin selbst, das wollte zunächst zum Friseur, um dann im Auto anzufangen zu weinen und NICHT zum Friseur zu wollen. Die Autorin sagte daraufhin zum Kind, sie würden zum Friseur fahren, ihr selbst sei es ganz egal, auch wenn das Kind die ganze Zeit weine und auch der Friseur kenne sicher weinende Kinder. Das Kind hätte irgendwann beim Friseur aufgehört zu weinen und sei stolz wie Oskar weil tolle Frisur und so weiter. Bei dieser Geschichte musste ich ziemlich schlucken. Ist denn ein sechsjähriges Mädchen ein Wesen, das grundlos Theater macht und herumzetert? Oder bedeutet das Weinen vielleicht Angst vor einer ungewohnten Situation? Kann man damit vielleicht auch noch anders umgehen als mit der emotional eiskalten Reaktion "Ist mir ganz egal auch wenn du die ganze Zeit weinst"? Das kann ich nicht verstehen. Bei den Büchern von Frau Kast-Zahn habe ich ohnehin beim Lesen immer wieder den Eindruck, dass sie mit einem triumphierenden Unterton der Überheblichkeit geschrieben sind - wie blöd die Eltern, die sich plagen mit diesen dummen Kindern, die man babyleicht zur Raison bringen kann, wenn man nur die richtigen Tricks kennt, mit denen man die Kinder dahin manipuliert, wo man sie haben möchte. Gefühle - was ist das gleich nochmal gewesen? Kinder ernst nehmen? Wo kämen wir denn da hin.
Diesen Anteil jedenfalls finde ich sehr wenig sympathisch und nicht nachahmenswert. Ein wenig Herzlichkeit und Empathie einem verunsicherten Kind gegenüber tut nicht nur dem Kind gut. Und zum Friseur gehn kann man trotzdem.
Also: reinschaun, das Gute mitnehmen, das eigene Herz und die Liebe und das Mitfühlen und den eigenen gesunden Menschenverstand nicht an den Nagel hängen.
Überraschend gut ![]()
Wir gehören zu den von Kritikern verballhornten "Weichspüleltern". Unser Sohn hat 14 Monate in meinem Bett geschlafen, immer stillen dürfen, wann er wollte und ich habe ihn stundenlang bis er 10 Monate alt war im Tragetuch oder Ergo Carrier getragen. Eines Tages wollte er von selbst mit allem aufhören. So fing er an allein durchzuschlafen, sich selbst abzustillen und lieber im Buggy zu sitzen als bei Mama vor dem Bauch oder auf dem Rücken. Er mußte nie schreien. Wir, seine Eltern, waren uns meist einig mit der Kindererziehung und führen eine sehr harmonische Ehe. Unser Sohn hat nun mit 2 Jahren ein sehr inniges Verhältnis zu seinen Großeltern und einige feste Freunde. Soviel als Einleitung. Jetzt ist er in der sogenannten Trotzphase und ich habe mich oft gefragt warum es nun immer wieder zu deftigsten Streitereien zwischen uns kommen muß, denn mit Erklärungen kamen wir leider NICHT weit. Ich war schon soweit unseren Erziehungsstil in Frage zu stellen, habe mich gefragt, ob wir nicht von Anfang an strenger hätten sein sollen. Ich war wirklich am Verzweifeln. Bis mir eine Freundin das Buch in die Hand drückte. Erst war ich ablehnend, habe es dann aber doch gelesen - nach dem Motto "reinschauen kann man ja mal". Und siehe da: ich habe mich an vielen Stellen gleich erkannt und muß nun eingestehen, daß ich selbst viele Fehler gemacht habe, z.B. kein oder wenig Augenkontakt aufgenommen, nicht anfassen während dem Reden, die Schallplatte mehr als dreimal anwenden, zuviel "Zuwendung" (v.a. negative) wenn er meckert und bockt und rumzetert, weil er z.B. die Mütze nicht anziehen will etc etc. Auch im der "freiwilligen" Beschäftigung mit meinem Sohn habe ich viele Fehler erkennen können. Einige der klaren und einfachen und meiner Meinung auch einfühlsamen Tips von der Autorin habe ich sogleich angewendet und - siehe da - es klappt, schon nach 2-3 Tagen. Selbst meinem Mann, der schon richtig angefressen war, fiel gleich auf wie verständig unser Sohn auf einmal ist und wie gerne er auch kooperieren möchte, wenn ihm die Möglichkeit dazu gegeben wird. Also ich finde das Buch wirklich gut, es hat uns sehr geholfen und ich finde manche Kritik, die hier geäußert wird unverständlich und inakzeptabel. Vielleicht lehnen manche das Buch einfach von vorneherein ab, weil sie andere Bücher von Frau Kast-Zahn ablehnten, wie ich z.B. auch das Schlafbuch ablehnte. Das Buch bekommt "nur" 4 Sterne von uns, weil eben nicht alle Besonderheiten aufgegriffen werden und es für das, was der Titel verspricht zu kurz ist.
Im großen und ganzen nicht schlecht ![]()
Ich finde das Buch jetzt mal nicht schlecht, es sind wertvolle Tipps darin.
Und aufjeden Fall ist es Wert gelesen zu werden. Meiner Meinung nach hätte es etwas genauer sein können, ich finde es ziemlich kurz. Wenn man nämlich ein wirklich schwieriges Kind zu Hause hat was auf die meisten Tipps nicht anspringt, darauf wird etwas wenig eingegangen.
Aber für jeden der einfache Erziehungstipps braucht ist es bestimmt ideal!
Die Erziehungsformen sind meiner Meinung nach gut, vielleicht etwas streng, aber oft geht es nicht anders. Es gibt Kinder bei denen einfach nur Liebe nicht reicht, so eine hab ich nämlich auch daheim! Also ich kann nicht so ganz verstehen warum hier manche Leute das Buch so hinstellen als würde er schlagen oder sonst etwas befürworten. Es wird nämlich immer wieder ausgedrückt dass dies keine Lösung ist und auch schreien und schimpfen nicht. Es wird ans Herz gelegt immer eine andere Lösung zu finden.

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