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Aus der Amazon.at-Redaktion
40 Jahre Neue Frankfurter Schule! Ein Jubiläum, das am Großteil der Erdenbürger offensichtlich spurlos vorbeigegangen ist. Ein Teil der lesenden Bevölkerung feiert dennoch. Und Oliver Maria Schmitt, "selbsternannter Humorexperte" und langjähriger Chefredakteur des Satiremagazins Titanic hat dieses Jubiläum zu Anlass genommen eine -- wie er selbst sagt -- "Hagiographie" über acht der wesentlichsten und beständigsten Mitglieder dieser Gruppe zu verfassen.
Da wären also Chlodwig Poth, Hans Traxler, Robert Gernhardt, F.K. Waechter, Bernd Eilert, Peter Knorr, F.W. Bernstein und last but not least Eckhard Henscheid.
Schmitt wollte, wie er selbst sagt, keine "kritische Biographie" verfassen, sondern die Jubilare aus ganzem Herzen bejubeln. Und das tut er auch. Er stellt sie in ihrem Werden und Wollen in Text und Bild liebevoll vor, widmet einige Kapitel der nicht ganz unwesentlichen ersten gemeinsamen Plattform Pardon, dem ersten gemeinsamen Hauptwerk der Drei (Bernstein, Gernhardt, Waechter), Die Wahrheit über Arnold Hau und nicht zuletzt auch den Lokalen, die den nötigen seelischen und körperlichen Rückhalt für das Schaffen der Gruppe boten. Natürlich gibt es auch ein Kapitel über die Titanic.
Schmitts Titanic-Affinität kann unschwer aus seinem Stil herausgelesen werden. Charmant und anmutig plaudert er über die Acht und skizziert mit Liebe, um nicht zu sagen mit Inbrunst, die unterschiedlichen Charakterzüge der so vielseitig talentierten Künstler. Und wenn er über die Frage "Warum Witze machen" nachdenkt, dann -- um es auf neu-frankfurterisch zu sagen: "lappt es schon mal schwer ins Philosophische". Ein Pflichtbuch für Freunde der Neuen Frankfurter Schule und bestens dazu geeignet, neue zu gewinnen. --Gerlinde Böhm
Brauchbare Darstellung der Neuen Frankfurter Schule ![]()
Schmitt liefert in diesem Band Einzelporträts von Poth, Traxler, Waechter, Bernstein, Gernhardt, Henscheid, Knorr und Eilert sowie Porträts der Zeitschriften "Pardon" und "Titanic". Dieses Buch liest sich locker weg und bietet brauchbare Informationen. Ich hätte mir allerdings vom Autor mehr Fakten (z.B. ein Register, z.B. eine Bibliographie) und etwas mehr Distanz zum Gegenstand gewünscht, denn was diese Autoren geleistet haben, erschließt sich dem Leser schnell, da werden die permanenten Lobgesänge bald überflüssig und lästig. Aber ich will nicht zuviel meckern, zumal die Lobgesänge ja doch verdient sind. Der Preis ist völlig o.k., da der Band mit vielen unveröffentlichten Photos geschmückt ist.
Unterhaltsam geschriebene Geschichte der NFS ![]()
Schmitt erzählt in lockeren Sätzen die Geschichte der Neuen Frankfurter Schule und stellt deren Protagonisten und ihre Werke vor. Dass der ehemalige Titanic-Chefredakteur eine gewisse persönliche Nähe zu den genannten hat, kann und mag er nicht verhehlen - manchen mag es stören, doch aus dieser Nähe erfährt der Leser auch so manche Insidergeschichten, die aus dem Buch ein äußerst amüsantes und vergnügliches Erlebnis machen.
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