Absolut zu empfehlen ![]()
Als ich mich vor einiger Zeit ziemlich plötzlich und unter Zeitdruck mit dem Schreiben einer Abschlussarbeit konfrontiert sah, habe ich mir zwei Bücher zu dem Thema besorgt. Nach flüchtigem Durchlesen habe ich eines sofort in die Ecke geworfen und mit Hilfe des zweiten, Von der Idee zum Text, eine Arbeit abgegeben, für die ich eine eins mit Spitzengutachten bekommen habe.
Ab der ersten Seite nimmt einem das Buch die Angst vor dem Anfangen und gibt eine Fülle hilfreicher Tipps zur Themenfindung und vor allem zur Themeneingrenzung. Dazu vernünftige Zeitpläne, Hilfe bei der Gliederung und -ganz wichtig- Hilfe dabei, wie man seinen Riesenberg an Zetteln, Exzerpten und Informationen hinterher zu einem vernünftigen Text zusammenbaut.
Das schöne: nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, konnte ich bereits hochmotiviert loslegen und mir später nur noch in den Bereichen Hilfe suchen, wo es gerade haperte. Dabei half die praktische Gliederung und ein Seitenaufbau, der alles schnell finden läßt. Durch das Buch von Frau Dr. Esselborn-Krumbiegel habe ich schnell herausgefunden, wo meine persönlichen Schwachstellen beim Verfassen wissenschaftlicher Texte liegen und konnte mich gezielt um diese kümmern, ohne mich durch seitenweise Informationen zu lesen, die ich nicht brauchte.
Alles in Allem absolut zu empfehlen
Erstklassig ![]()
Zum Empfehlen für Arbeiten aus den Geisteswissenschaften!
Es enthält neben wichtigen Richtlinien der Textproduktion auch Tipps und Tricks gegen Motivationstiefs und Schreibhemmung!
Mir (war) ist es eine große Hilfe beim Schreiben von Arbeiten...
Gut für einen ersten Einstieg - Schwächen bei "Methoden" ![]()
Ich habe mich intensiv mir dem Buch auseinandergesetzt. Folgendes Fazit habe ich gezogen:
positiv:
- gut strukturiert
- leicht verständlich
- viele gute Anregungen für den Einstieg in die wissenschaftliche Arbeit
- anschauliche Grafiken zur Unterstützung des Inhalts
negativ:
- Methodologie und Methoden kommen zu kurz, denn:
- es wird keine Unterscheidung zwischen kritischem Rationalismus, rationaler Forschung, Frankfurter Schule, kritischer Theorie, Positivismus, Hermeneutik usw. getroffen
- statt dessen Hypothesenprüfung als einzige Methode vorgestellt
- und zudem keinerlei Hinweis auf eine Unterscheidung von qualitativen und quantitativen Methoden sowie Erhebung und Auswertung getroffen.
Alles in allem also für einen ersten Einstieg sehr zu empfehlen. Wer aber für seine DA/ MA/ Diss seine Methoden/Methodologie ein eigenes Kapitel widmen möchte bzw. zunächst eine geeignetes methodisches Vorgehen auswählen möchte, ist gut beraten sich weiterer/anderer Literatur zu bedienen.
Meine Wahl ![]()
Ich hatte 6 Bücher daheim übers Schreiben und habe dieses behalten. Es ist sehr gut, warum: es ist sehr umfassen, man kann durch den guten Aufbau lexikonartig nachschlagen (querlesen) und motiviert den Schreibenden durch Hilfestellungen, ohne ein Tschaka-Geschreie anderer Bücher.
Vorhergehenden Rezesenten bemängelten Kapitel wie Zitieren und Recherche. Das Zitieren ist fachgebunden und institutsabhängig an Universitäten, was keinen Sinn machen würde darzulegen (s.S. 145). Recherchen können ebenso vielfältigst aussehen - genaue Rechercheorte nennen ist auch unsinnig (s.S. 67).
Fazit: Schreiben erlernt man nicht durch das Lesen eines Buches, es bedarf vielen Gehversuchen. Das Buch ist eine gute Stütze.
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