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Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit Kleine freie Männer und Ein Hut voller Sterne hat Terry Pratchett seinem Scheibenwelt-Universum einen neuen Ableger hinzugefügt -- eine Jugendbuchserie, die sich mit Zauberei befasst, natürlich mit dem für Pratchett typischen Augenzwinkern. Der Winterschmied ist nun schon der dritte Roman um die große kleine Hexe Tiffany Weh und ihre lustigen Koboldfreunde, der seine Leser in das Abenteuer des Erwachsenwerdens entführt.
Die inzwischen dreizehnjährige Tiffany setzt ihre magische Ausbildung bei der genau um hundert Jahre älteren Hexe Fräulein Verrat fort. Nun sind Hexen nicht gerade für ihre alltäglichen Gewohnheiten bekannt, Fräulein Verrat ist jedoch die merkwürdigste Hexe, der Tiffany jemals begegnet ist. Ihr Faible für Schwarz ist da noch ihre harmloseste Eigenschaft. Blind und taub wie sie ist, bedient sie sich der Augen und Ohren von Tieren als Sinnesorgane, was zu einigen Verwirrungen führt.
Als Tiffany den alljährlich stattfindenden Dunklen Moriskentanz besucht, nimmt das Unglück seinen Lauf. Obwohl Fräulein Verrat ihr eingeschärft hat, dass sie sich nicht von der Stelle rühren soll, begibt sich Tiffany unter die Tanzenden und wird prompt vom Winterschmied entdeckt. Dieser ist für den Winter in der Scheibenwelt verantwortlich und soll eigentlich dem Sommer den Hof machen, um den Wechsel der Jahreszeiten zu gewährleisten. Als der Winterschmied jedoch Tiffany sieht, verliebt er sich in sie, und sie kann sich fortan vor seinen frostigen Aufmerksamkeiten kaum noch retten -- mit katastrophalen Folgen für den Rest der Scheibenwelt.
Der Winterschmied führt die in den ersten beiden Bänden begonnene Geschichte fort, lässt sich aber wie diese auch als in sich abgeschlossener Roman lesen. Die Handlung wird in einer einzigen langen Rückblende erzählt, die im ersten Kapitel beginnt und im letzten aufgelöst wird -- ein erzählerischer Kniff, der für jede Menge Spannung sorgt. Natürlich begegnen uns auch hier wieder liebgewonnene Figuren wie Oma Wetterwachs oder Nanny Ogg. Einfühlsam beschreibt Pratchett Tiffanys Entwicklung, die sich mehr und mehr von ihrer Jugend verabschieden und der Verantwortung des Erwachsenendaseins stellen muss. Das Ganze wie immer gewürzt mit zahlreichen urkomischen Dialogen und phantasievollen Ideen -- Pratchett in Reinform, nicht nur für jugendliche Leser! -- Steffi Pritzens
Das ideals Buch für verschneite Winterabende... ![]()
... oder für den langen Flug; denn man kann mit dieser Lektüre richtiggehend abheben und die Welt um sich herum total vergessen; denn dieser Roman findet schließlich auch in einer anderen Welt statt.
Terry Pratchett legt wieder einmal erstklassiges Fantasy vor: spannend, überraschend und witzig. Der in diesem Genre sonst so häufig anzutreffende Schwulst wird wunderbar vermieden durch amüsante Charaktere und ironische Seitenhiebe auf genau beobachtete und sehr realistisch beschriebene menschliche Schwächen und eingestreute, herrlich slapstickartige Szenen mitten im spannendsten Moment.
Auch ein wenig Tiefgang vermittelt das Buch. Es geht dabei um den Respekt vor dem Kreislauf der Jahreszeiten; und es gibt einige nachdenkliche Szenen über das Sterben und den Tod. Außerdem um das Tragen erster Verantwortung, was das Buch zu einer idealen Jugendlektüre macht. Besonders gefiel mir, dass in dieser Geschichte kein "Böser" durch und durch schlecht ist, und auch die "Guten" so ihre Macken und Schwächen haben. Die ganze Story bietet einige Überraschungen und trägt den Keim einer Fortsetzung in sich. Es soll zwei Vorgängerbände geben, die werde ich mir gleich besorgen, im Wetterbericht ist schließlich der erste Schnee angesagt.
Übrigens habe ich von jetzt an einen neue Lieblingshelden: den summenden, laufenden Schimmelkäse namens Horace. Schon allein für das Ausdenken einer solchen Romanfigur verdient Pratchett den Ehrenpokal für originelle literarische Erfindungen. Oder besser: die goldene Käseglocke...
Tiffany als Eisprinzessin ![]()
"Der Winterschmied" ist eine Mischung aus Lesung und Hörspiel. Das kann gefallen oder auch nicht. Boris Aljinovic ist meiner Ansicht nach ein guter Leser für Kinder, er stellt die Stimmen und Stimmungen der Charakter nach und so weiter. Mich persönlich hat es allerdings nach der zweiten CD etwas genervt. Zumal einige der Stimmen, etwa die des Winterschmieds und der Sommerfrau extrem tief und dröhnend sind, was sich auch auf die Verständlichkeit auswirkt.
Nun zur Story
Nach den zuletzt eher enttäuschenden Pratchett Büchern habe ich mir den "Winterschmied" nicht als Buch sondern ersteinmal als Hörbuch zugelegt. Ich bin von der Story nicht beeindruckt. Die Personifizierung von natürlichen Prozessen hatte Pratchett schon mindestens sechs mal (Mort, Gevatter Tod, Rollende Steine, Schweinsgalopp, Small Gods,
Voll im Bilde, Alles Sense ) zu Büchern verarbeitet.
Längs nicht mehr so komisch wie Terrys ersten Bücher und eher als reine Kindergeschichte(9-12?) ausgelegt machte es Erwachsenen doch deutlich weniger vergnügen als die alten Werke. Dennoch unter den Hörbüchern rangiert "der Winterschmied" sich noch ziemlich weit oben und der Amazon-Preis geht auch in Ordnung.
Probleme mit Verehrern! ![]()
Tiffany Weh ist mittlerweile 13 und steckt nun mitten in ihrer Ausbildung bei Fräulein Verrat (113 Jahre alt).
Doch eines Abends macht sie einen folgenschweren Fehler. Sie muss Fräulein Verrat zu einem Tanz begleiten. Dummerweise vergisst sie Fräuleins Verrats Verbot und mischt sich mitten unter die Tänzer. Dabei wird sie vom "Winterschmied" bemerkt, der sich in sie verliebt. Dies wird ihr nun schon kurz darauf schmerzlich bewusst. Er bringt ihr ihre Kette zurück und lässt für sie Eisblumen wachsen. Außerdem sehen auf einmal alle Schneeflocken genau wie Tiffany aus.
Als Fräulein Verrat ihr mitteilt, dass sie bald sterben wird, beginnt der Ärger erst richtig.
Mehr verrate ich euch nicht! Den Rest müsst ihr selber lesen! Viel Vergnügen! ;-)
Lieber ein Ende mit Schrecken...! ![]()
Eingestellt von: sarah.fuller@moneymail.de
Terry Pratchett wird schlechter mit den jahren. Das ist schade, da ich den Autor einst sehr verehrt habe.
Die Rezensionen auf den Einbänden ("Terry Pratchett ist auf dem Höhepunkt seines Schaffens" etc.) stammen alle aus früheren Jahren und beziehen sich längst nicht mehr auf aktuelle Werke.
Uninspiriert und zäh quält sich der Leser durch endlos lange und langatmige Kapitel. Weg der spontane Wortwitz und die flinken Gags der Vergangenheit.
Kein Totalausfall, aber eine herbe Enttäuschung für Fans der früheren Werke.
Schade, schade.

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