Mein Ding ist es nicht... ![]()
Ich habe die ganzen anderen Rezessionen gelesen und habe vielleicht daher ein Wunderbuch erwartet ;-)
Normalerweise halte ich auch nicht viel von Ratgebern, *zugeb* aber ich dachte mir : Hilfe zu Selbsthilfe ist sicher nicht verkehrt.
Das das Buch ganz lieb geschrieben ist und man auch verstanden wird, ist so, dem stimme ich zu. Das eine Depression fast immer reaktiv ist, ist auch meine persönliche Meinung und ich finde nicht, das Herr Merkle gegen Medikamente spricht oder festgefahren ist in bestimmten Vorstellungen, das macht das ganze sehr entspannt und nicht dogmatisch.
Was mir an dem Buch fehlt, ist, dass wenig auf die Ursachen der Depression eingegangen wird.
An einer Stelle steht sogar, das das nicht wichtig ist.
Vielleicht will Herr Merkle nicht, das man zu sehr in der Vergangenheit puhlt, was im Zustand negativer Grundstimmung auch besser so ist.
Auch versucht er davon abzuhalten, sich Schuldgefühle zu machen, er geht auch auf "verrückte" aber tatsächlich oft vorhandene Gedacnken ein, z.B. das man sich Schuldgefühle macht, weil man Schuldgefühle hat, etc.
Ich habe bei mir selbst aber festgestellt, weil in dem Buch so oft steht: "Weil sie depressiv sind", das ich mich dadurch auch depressiver fühle, sogar regelrecht in Panik geraten bin, das es mir so "schlecht" geht.
Auf manche Dinge, z.B wenn man oft weinen muss wird nicht eingegangen, dafür entschuldigt sich Herr Merkle auch zum Schluß und macht auch Mut zur Therapie.
Auf Verzweiflung wird eingegangen, aber das ist etwas: Weinen, Trauern, verzweifelt sein, was auch passiert, wenn man NICHT depressiv ist und was nach meiner Erfahrung nach sehr wichtig ist und nicht pauschal abgetan werden kann. Überhaupt wir zuviel mit der Depression erklärt, nach dem Motto: die Welt ist so hässlich, weil man nur das Schlechte sieht. Das stimmt auch, wenn man depressiv ist, aber manche Dinge im eigenen Leben sind vielleicht wirklich nicht ok und haben irgendwann krank gemacht.
Da ich ein Mensch bin,der schnell zu verunsichern ist, war ich nach der Lektüre des Buches nicht mehr sicher, wo ich überhaupt stehe.
Ich hab es dann erst mal zur Seite gelegt, weil mir auch das Stimmubgsaufzeichnen jeden Tag nicht gut tat, weil ich mich so nur noch mit dem Krankheitsbild beschäftigt habe.
Das ist jetzt aber alles meine persönliche Meinung und Erfahrung, es mag Menschen geben, denen es nicht so geht, siehe die anderen Rezessionen.
Das Buch allein ist meiner Meinung nach wirklich zu dünn für so ein Riesen Thema.
Andere Sachen sind wieder echt toll: Die Feststellung wie man sich manhcmal fertig macht, wie man Gedanken entlarvt, etc.
Ich bin aber der Meinung, das man erstmal etwas Therapie hinter sich haben sollte, dann ist das Buch ein gutes Stück Begleitung. (Wobei ich nicht meine das jeder immer gleich Therapie machen muss-aber das Buch allein bringt es wirklich nicht).
In Zeiten tiefster Depression kann es pasieren, das es einen noch mehr runter zieht, bzw man die Sachen kapiert, aber nicht umsetzen kann (und dadurch dann frustriert ist). Das ist ja das Wesen der Depression...
Alles in allem hat mir manches geholfen, einiges belastet und einiges gefehlt bei dem Buch.
Jemand mit ganz schlimmen Depressionen und ohne Therapierfahrung würde ich es nicht uneingeschränkt empfehlen.
das beste Buch über Depressionen ![]()
Da ich seit 10 Jahren an chronischen Depressionen leide, habe ich unzählige Bücher darüber gelesen- darunter viele sehr gute. Aber noch nie zuvor habe ich ein Buch gefunden, das mir nicht nur ermöglicht, verständnisvoll mit dem Kopf zu nicken und mich verstanden zu fühlen, sondern das weiter geht und mir sagt: "Und so kommst du raus." Das Buch "Wenn das Leben zur Last wird" zeigt mir genau das, und es hilft mir von der ersten Seite an. Die Kernaussage dieses Buches ist: Negative Gedanken führen zu negativen Gefühlen. Verändere deine Gedanken, und du wirst aus der Depression heraus kommen. Was sich hier so platt nach positivem Denken anhört, ist es nicht- bei mir funktioniert positives Denken nicht. Dieses Buch nimmt mich in meinen negativen Gedanken an, zeigt mir, dass ich gute Möglichkeiten habe, und lässt mir meine Persönlichkeit. Es ist eine riesige Hilfe!!
Extrem hilfreich ![]()
Ich hatte mehrere Jahre Depressionen und mir hat das Buch enorm weitergeholfen. Ich habe auch andere Bücher gelesen um zu verstehen was Depressionen sind und warum man sie bekommt. Dies leistet dieses Buch nicht. Es wendet sich eher an die, die schon wissen was Depressionen sind und woher sie ungefähr kommen. Es ist eher eine Anleitung mit seinen täglichen Depressionen und Gedanken fertig zu werden, denn zu wissen woher die Depressionen kommen ist zwar ein Anfang, allein davon geht es einem aber nicht besser.
Das Buch ist auch hilfreich wenn man seine Depressionen überwunden hat und später vermeiden möchte, erneut welche zu bekommen.
Dieses Buch hingegen zeigt einem durch konkrete Übungen wie man seine endlosen falschen negativen Gedanken überwinden kann. Wie man üben kann, aus den endlosen Gedankenspiralen herauszukommen und wie man wieder etwas Selbstwertgefühl aufbaut. Das geht nicht sofort, sondern muss geübt werden. Dieses Buch ist eine hervorragende Anleitung dazu. Es ist sehr einfach geschrieben und enthält viele Wiederholungen. Wenn man aber bedingt durch die Depressionen eh kaum im Stande ist, eine Seite am Stück zu lesen oder gar zu behalten, ist dieses Buch perfekt. Die einzelnen Kapitel sind wie Therapiestunden aufgebaut. Dadurch wurde bei mir zumindest die Hemmschwelle abgebaut doch auch einen Arzt aufzusuchen. Denn allein ein Buch zu lesen reicht nicht um gesund zu werden. Dieses Buch ist jedoch im Alltag eine enorme Hilfe, vor allem wenn man täglich darin liest. Es gibt einem das Gefühl verstanden zu werden.
Kein anderes Buch hat mir so geholfen wie dieses.
Wichtige Grundlagen + praktische Hilfe zur Selbsthilfe ![]()
Dass man mal ein Tief hat oder eine Phase, in der man sich nicht gut fühlt und mit allem hadert, ist normal. Doch was ist, wenn man aus dem Loch gar nicht mehr rauskommt, alles Grau in Grau erscheint und das Leben gar keinen Sinn mehr macht?
Der Therapeut Rolf Merkle gibt mit diesem Buch einen mutmachenden und praktischen Ratgeber an die Hand, mit dem man sich - wenn man den Aufgaben und Übungen in dem Buch folgt - selbst aus dem Loch herausarbeiten kann. Dabei geht der Autor jedoch sehr sorgsam und realistisch vor und zeigt durchaus auch Grenzen auf bzw. ermutigt dazu, sich in eine Therapie zu begeben.
Wer sich davor scheut oder gerne mal wissen möchte, was da so in etwa vor sich geht, der hat einen zweiten Vorteil von der Lektüre dieses Buches: Denn es ist wie eine Therapie aufgebaut.
Die Kapitel: "Einleitung", "Wie sich Depressionen äußern, Depressionen - die Folge ungenügender Bewältigungsstrategien", "Positive Gedanken für jeden Tag", "Unsere 1. Therapiestunde", "Wie depressiv bin ich?", "Depressive Gedanken führen zu depressiven Gefühlen", "Unsere 2. Therapiestunde", "Negatives Denken", "Unsere 3. Therapiestunde", "Selbstvorwürfe und was Sie dagegen tun können", "Minderwertigkeitsgefühle und was Sie dagegen tun können", "Die 4. und alle weiteren Therapiesitzungen", "Schuldgefühle und was Sie dagegen tun können", "Mangelndes Selbstbewusstsein und was Sie dagegen tun können", "Unlust, aktiv zu werden und was Sie dagegen tun können", "Angstgefühle und was Sie dagegen tun können", "Merk-, Konzentrations- und Entscheidungsprobleme und was Sie dagegen tun können".
Besonders wertvoll finde ich auch die ausführlichen Runduminformationen zu Depressionen, wie sie entstehen, wie es mit Medikation aussieht etc., denn diese können nicht nur Betroffenen eine gute Hilfe für mehr Verstehen und Verständnis für ihre eigene Gefühlslage sein, sondern auch solchen, die mit depressiven Menschen zu tun haben.
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