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Kritik der reinen Toleranz

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Kritik der reinen Toleranz by Henryk M. Broder Preis: EUR 18,00

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Customer Reviews:
Sehr persönlicher Erfahrungsbericht aus Wien
Das Buch ist die absolute Wahrheit und sollte Pflichtlektüre in allen Schulen sein - dies aber natürlich im Sinne eines Diskurses und nicht einer dogmatischen Sichtweise.
Kurz zu mir: Ich studiere in Wien Japanologie, bin Schriftstellerin und transsexuell. Im Zuge meiner Transsexualität bin ich schon des öfteren von Türken angepöbelt, beleidigt und belästigt worden. Einmal sogar sexuell. Und ein Mal wurde ich von einem türkischen Pärchen durch eine Straße im 2. Bezirk in der Nähe vom Tabor gejagt. Es sind so gut wie immer moslemische Türken, die ein Problem mit mir haben, nur extrem selten Österreicher. Broder weiß genauso wie ich, an was das liegt: Einerseits beispielsweise an einer "fragilen männlichen Identität" (S. 33), andererseits beispielsweise an "der Angst der Männer vor den Frauen" (S. 104). Wenn jetzt auf einmal ein junger attraktiver "Mann" wie ich in exquisiten, teuren und hübsch-dezenten Frauenkleidern auftaucht, dann können diese in ihren traditionellen Dogmen verfangenen und behafteten Hinterwäldler damit absolut nicht umgehen. Denn mir sieht man es nicht auf den ersten Blick an, dass ich einmal ein Mann war. Das verunsichert sie und zerstört ihre stupiden Rollenbilder, in denen es zu einem nicht unerheblichen Teil darum geht, den Frauen mit irgendeinem herablassenden Machogehabe zu imponieren. - Zumal es auch schon vorgekommen ist, dass mir Türken begehrend nachschauen. - Und da passen Menschen wie ich überhaupt nicht dazu. Ich hatte und habe es nie und nicht nötig, irgendwem zu imponieren oder irgendwelche vorsinntflutlichen Revierkämpfe auszutragen. Apropos Revierkämpfe: Es gibt in Wien Bezirke, die ich nicht betreten kann, will ich nicht ernsthafte Probleme riskieren. Das nennt sich dann "real existierende Inländerfeindlichkeit" (S. 121). Die Seite 121 ist sowieso eine der besten, vollgestopft mit Wahrheiten, die ich leider schon am eigenen Leib zu genüge erfahren durfte. Und da wundert sich noch einer, wenn so manche homo-bi-transsexuelle Menschen dann Türken- und Islamfeindlich werden. Was auch noch anzumerken ist, ist dass viele dieser Türken bzw. "Murln", wie sie hier bei uns auch gerne und oft genannt werden, arbeitslos sind und nicht wissen, was sie mit ihrer Freizeit und sich selbst anfangen sollen. Dieser Frust und diese Fadesse resultieren zuguterletzt ebenfalls in dieser Inländerfeindlichkeit und weit erhöhten Gewaltbereitschaft. Und auch Eifersucht auf uns in höheren sozialen Schichten stehenden Österreicher wird eine gewisse Rolle spielen, denn die allermeisten Migranten, egal aus welcher Generation, befinden sich in den unteren und untersten sozialen Schichten.
Resümée: Wir dürfen uns einfach nicht unterkriegen lassen und wir dürfen uns in unserem eigenen Land nicht tyrannisieren lassen und wir müssen endlich klare Verhältnisse schaffen: Nämlich, dass SIE GÄSTE BEI UNS SIND UND NICHT WIR DIE GÄSTE BEI IHNEN.
PS: Political Correctness Sucks.
Liebe Grüße aus Wien,
Nathalie Rauscher
Der Link zu meinem Buch:
http://www.amazon.de/Photographie-Augenblicks-Thomas-Ulrich/dp/3850220273/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1231239530&sr=1-1

Denktraditionen freiwilliger Selbstentmündigung
Angeblich bemitleidenswürdige Messerstecher, nachsichtige Richter, dialogführende Psychologen, drohende und mordende gegenwärtige Staatschefs, von der medialen Vordenker-Elite liebevoll mit Aufmerksamkeit bedacht und mit Lob, Ehre und Ruhm zugeschüttet: Damit lohnt sich allemal eine literarische Auseinandersetzung. Toleranz ist das Leitwort schlechthin; hier die verletzten und gekränkten Gläubigen, die gar nicht anders können als Botschaften abzufackeln, um ihre Ehre zu retten, dort die kleinlauten und ewig bussfertigen Relativisten des Abendlandes, die den Dialog der Kulturen als therapeutisches Selbstgespräch inszenieren und dabei die orientalischen Einwanderer als neues Proletariat entdeckt haben, die nun ihr volles Engagement erfordern. Organisiertes Beleidigtsein, verbunden mit Drohungen und vor allem die Angst vor ihrer hemmungslosen Kraft erweist sich als todsicheres Rezept für Verständnis und Unterwürfigkeit. Darin offenbart sich ein Geisteszustand des Westens, der sich immer weiter islamischen Interessen beugt. Während einst die Mord-Fatwa gegen Rushdie noch Empörung auslöste, so steht heute angeblich rassistische Islamskepsis im Fokus jener, die ihre Wunschphantasien der harten Realität vorziehen.

Broder behandelt diese Damen und Herren nur am Rande. Scheinheiligkeit ist schliesslich kein (christliches) Kirchenmonopol. Die Welt, in der uns das Kaffeekränzchen mit Terroristen und das mahnende Erheben des Zeigefingers für jugendliche Schläger als Lösung aller Gewaltprobleme empfohlen werden, unterzieht er schärfster Analyse über all jene, die immer noch meinen und gerne glauben, der politische Islam sei ein Friedensengel. Er schätzt deutliche Worte und harte Polemik, wenn er austeilt, vornehmlich gegen Radikale aller Art, selbstgefällige Gutmenschen, Kerzenhalter und Appeaser. Broder bleibt in diesem gehobenen politischen Kabarett in Buchform in jedem Fall der argumentative Sieger. Humorvoll und trotzdem hoch politisch führt er den Leser in die Abgründe der naiven und von unterschwelligen Drohungen genötigten Seelen, die ihr Entgegenkommen als menschenfreundlich empfinden, angereichert mit viel beissendem Spott und spitzfindigen Vokabular. Man könnte auch mal darüber nachdenken, ob man die Polizei nicht abschaffen sollte, um die Kriminalität effektiver zu bekämpfen" zieht Broder als Fazit.

Hurra, wir kapitulieren "light"
Wer politische Korrektheit mit Torheit gleichsetzt, der wird auch diesmal seinen Spaß haben. Gewohnt polemisch zieht Broder über das Gutmenschentum und tolerierte Gewalttaten erklärter Minderheiten her, ohne dabei Rücksicht auf berufsempörte wie Claudia Roth zu nehmen. Leider ist dieses Werk weniger bissig als "Hurra, wir kapitulieren", außerdem tut sich Broder diesmal sehr schwer damit, in die Thematik einzusteigen.

Fehlt es Broder an Ueberzeugungskraft ?
Broders letztes Buch liest man einfach sofort, ganz, bis zum Schluss. Er unterhält Sie über ein Thema das er kennt und beherrscht. Nur, wann folgt endlich Bewegung auf der politischen Bühne? Solange es den "Gutmenschen" (!?) gelingt, solche Themen und Thesen mit dem Vermerk: "Rechtsextremismus ,Populismus und Panikmacherei" abzutun,traut sich auf der politischen Seite kein geachteter,sauberer Politiker den Sachverhalt aus den Themen des "Rechtsextremismus" herauszugreifen, gar zu entfernen, um es als Diskussion zu unserem Demokratieverständnis zu thematisieren.
Freuen wir uns auf den nächsten Schuss von Henryk, solange er noch lebt.
Obschon er Tucholsky zitiert und bestimmt besser kennt als ich, hat er wohl eine wichtige Aussage desselben übersehen : "Toleranz ist der Verdacht dass der Andere Recht hat"

Die liberale Gesellschaft geht an ihrer Toleranz zugrunde!
So lautet eine der zentralen Thesen dieses faktenreichen Buches: Für Broder ist Intoleranz ein Gebot der Stunde - Intoleranz gegenüber jenen, die Toleranz verlangen, sie in ihren Familien etc. nicht ausüben, die diese Toleranz aber, sollten sie Macht erlangen, natürlich sofort abschaffen würden.
Hauptfeind ist für Broder ein Islam, der im Gegensatz zu Christen- und Judentum nie eine Aufklärung mitgemacht habe, in dem es nie eine Reformation oder Revolution gab. Nach der Blütezeit der maurischen Kultur in Spanien etwa zwischen dem 8. und 13. Jahrhundert ging es mit der islamischen Kultur (bis heute) nur mehr bergab. Heute werden zB jährlich 1500 Bücher in das Griechische übersetzt (bei 11 Millionen Griechisch Sprechenden), aber nur 330 Bücher ins Arabische (bei fast 300 Millionen Arabisch Sprechenden).
Den Hauptteil des Buches macht natürlich die Situation in Deuschland aus: "Ehrenmorde"; der hohe Anteil von jugendlichen Migranten bei Gewalt- und Intensivtätern in Berlin (bis zu 80%); die Tatsache, dass die Moslemverbände die Fürsorge für ihre Jugendlichen der Gesellschaft überlassen haben (und noch viele weitere Beispiele) lassen Broder zum Schluss kommen, dass zwar Deutschlands Freiheit am Hindukusch verteidigt werde - aber: "In Neukölln hat man sie schon aufgegeben."
Broders Buch ist natürlich polemisch, manchmal zynisch, aber brillant geschrieben. Nur: Man wird Broders Schlüssen in weiten Bereichen (leider) zustimmen müssen - und man kann nur hoffen, dass möglichst viele durch das Buch aufgerüttelt werden!
Und als Österreicher braucht man sich dann nicht zu wundern, warum bei der Wahl vom 28.9. 2008 so viele junge Menschen für die beiden Rechtsparteien FPÖ und BZÖ gestimmt haben...


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